Zecken

Zecken: Wie groß ist die Meningitis

Gefahr?

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Zecke auf der Haut, Foto: pixelio, Halina Zaremba

Wenn die ersten Sonnenstrahlen uns dazu verlocken, barfuß durch hohes Gras zu laufen und lange Spaziergänge im Wald zu machen, ist auch die Zeit für Zecken gekommen. Die blutsaugenden Parasiten sind nicht nur unangenehm, sie können auch Überträger für Krankheiten sein. Insbesondere die Angst vor einer Übertragung von Meningitis, einer Gehirnhautentzündung, ist groß. Die Meningitis wird nur durch den Biss von infizierten Zecken übertragen, nicht alle Zecken übertragen die Viren. Der häufigste Träger in Mitteleuropa ist der Holzbock, eine Schildzecke mit schwarz-braunem Körper. Das Risiko für eine Infektion ist regional verschieden. So ist das Infektionsrisiko beispielsweise in Litauen oder Lettland bedeutend höher als in Deutschland. In Deutschland haben vor allem die südlichen Bundesländer eine hohe Infektionsrate.
Um Zeckenbisse zu verhindern gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. Zecken halten sich am liebsten im hohen Gras auf, wo sie sich auf potentielle Wirte fallen lassen. Nach einem Spaziergang im hohen Gras sollte der Körper auf Zecken untersucht werden, die Tiere wandern meist noch eine Weile über den Körper, bevor sie sich festbeißen, und können abgesammelt werden. Tragen Sie lange Hosen und feste Schuhe, um den Zecken weniger Angriffsfläche zu bieten. Auch Abwehrmittel, die durch ihren Geruch Zecken fernhalten, sind hilfreich.
Kommt es doch zu einem Stich durch eine infizierte Zecke, verläuft die Infektion in 70% aller Fälle ohne Symptome, die Betroffenen bemerken die Infektion nicht. Die Symptome einer Infektion ähneln denen einer Grippe: Fieber, Kopf-und Gliederschmerzen, Schnupfen und Magen-Darm-Beschwerden, in der Regel klingen sie aber nach wenigen Tagen ab und die Infektion heilt folgenlos aus. Es sind jedoch auch chronische Verläufe möglich, bei einer gleichzeitigen Entzündung des Rückenmarkes kann es sogar zu Lähmungserscheinungen kommen und es können bleibende Schäden entstehen.
Eine Impfung schützt vor Meningitis. Insbesondere in Risikogebieten sollte daher in Absprache mit dem Arzt eine Impfung erwogen werden.