Hypochondrie

Hypochondrie: Sollte man sich jedes

kleine Zwicken gleich zu Herzen

nehmen?

Hypochondrie Unser Körper sendet ständig Signale: Mal zwickt es hier, mal zwackt es da, einmal ziept es im Bein, ein anderes Mal spürt man den Unterleib deutlich. Die meisten dieser Signale sind völlig harmlos und können einfach erklärt werden. Viele Menschen entwickeln jedoch Ängste, dass sie an schweren Krankheiten leiden. Dieses Verhalten wird auch als Hypochondrie bezeichnet.

Jeder hat Angst, irgendwann an einer schweren Krankheit zu leiden und womöglich eine freie Pflegekraft engagieren zu müssen. Dieses Risiko besteht grundsätzlich und niemand kann einem Menschen versprechen, dass dieser Fall nicht irgendwann eintreten wird. Natürlich kann man durch gesunde Ernährung viel dazu beitragen, lange gesund und fit zu bleiben – was aber einmal sein wird, kann niemand sicher wissen. Im Prinzip gehört dies zum allgemeinen Lebensrisiko, welches man kennt, was aber den Alltag nicht weiter beeinflusst. Manche Menschen aber können mit dieser grundsätzlich berechtigten Angst aber nicht umgehen und befürchten ständig, todkrank zu sein. Jedes Zwicken des Körpers, und sei es noch so harmlos, wird als Alarmsignal betrachtet. Während manche Betroffene still vor sich hinleiden oder vielleicht ihrem direkten sozialen Umfeld mitteilen, dass sie glauben, krank zu sein, laufen andere Betroffene ständig zum Arzt und vermuten jeden Tag eine andere todbringende Krankheit. Viele reagieren mit Spott und Belustigung und nehmen diese Ängste irgendwann nicht mehr ernst – bei Hypochondrie handelt es sich jedoch um eine ernstzunehmende Erkrankung der Seele, die dringend vom Facharzt behandelt werden sollte.

Die Ursachen für Hypochondrie sind nicht eindeutig geklärt: Manche Menschen erkranken, nachdem in ihrem Umfeld tatsächlich eine schwere Krankheit aufgetreten ist. Andere Betroffene haben keinerlei Erfahrungen mit Krankheiten, hier vermutet man eher eine generelle Angststörung, die sich in der Panik vor Krankheiten äußert. Wer glaubt, betroffen zu sein, sollte sich unbedingt helfen lassen. Unbehandelt kann Hypochondrie das Leben zur Hölle machen. Der Hausarzt ist ein guter Ansprechpartner und kann zu entsprechenden Fachärzten überweisen.