Burnout

Burnout: Was tun bei

Depressionen durch die Arbeit?

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Burnout hat ernstzunehmende Ursachen. Foto: pixelio.de, Martin Müller

Dass man einmal gestresst von der Arbeit kommt und sich demotiviert fühlt, ist zwar nicht gesund, aber in unserer hektischen Welt mittlerweile eher normal. Wenn Stress, Demotivation und das Gefühl, es einfach nicht mehr zu schaffen, zum Dauerzustand werden, spricht man von Burnout. Die deutsche Übersetzung “ausgebrannt” beschreibt den Seelenzustand der Betroffenen. Beim Burnout handelt es sich nicht um eine gelegentliche Verstimmung, wie sie jeder kennt. Burnout ist eine ernstzunehmende Krankheit der Seele, die man dringend von Fachärzten behandeln lassen sollte, damit man auch wieder ganz gesund werden kann.

Wie kommt es zu einem Burnout?

Ein Burnout ist meistens das Ergebnis von einer lang anhaltenden Belastung, die das Maß des Erträglichen längst überschritten hat. Besonders häufig kommt heute Burnout im Zusammenhang mit der Arbeitsstelle vor. Zum einen haben viele Chefs unrealistische Erwartungen an ihre Mitarbeiter: Sie wollen möglichst schnelle Ergebnisse, die aber gleichzeitig möglichst perfekt sein sollen, zudem sollen nicht selten mehrere Dinge gleichzeitig bearbeitet werden. Gerade in Pflegeberufen arbeitet das Personal häufig chronisch unterbesetzt, was den Stress und die Verantwortlichkeit des einzelnen Mitarbeiters erhöht. Zum anderen sorgen aber auch oft Kollegen für Depressionen und ein Burnout. Viele Menschen haben heute Angst um ihren Arbeitsplatz und reagieren deswegen auf Erfolge oder den Einsatz der anderen Mitarbeiter aggressiv und panisch. Mobbing am Arbeitsplatz ist heute in fast jedem Unternehmen ein Thema. Was die einen vielleicht gut wegstecken können, stresst die anderen seelisch ungemein. Kommen dann noch familiäre oder gesundheitliche Probleme dazu, entsteht schnell das Gefühl, einfach nicht mehr zu können, wortwörtlich ausgebrannt zu sein.

Was tun gegen Burnout?

Burnout ist eine Krankheit, die behandelt werden muss. Jeder Betroffene sollte unbedingt Kontakt zu einem Facharzt aufnehmen und sich in Behandlung begeben. Wer sich unsicher ist, an wen er sich wenden soll, kann zunächst auch zum Hausarzt gehen. Grundpfeiler der Behandlung ist üblicherweise eine Verhaltenstherapie: Betroffene müssen lernen, sich in bestimmten Situationen anders zu verhalten, damit es nach der Therapie nicht wieder zu einem Burnout kommt. Man muss lernen auch einmal Nein sagen zu können, man erlernt Entspannungstechniken und den Umgang mit schwierigen Kollegen. Eine medikamentöse Behandlung kann in manchen Fällen sinnvoll sein.

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