Alkohol

Körperliche Gesundheit: Wie viel

Alkohol ist vertretbar und ab wann

gilt man als „Alkoholiker“?

Ab wann ein Alkoholiker als Alkoholiker gilt, lässt sich oftmals nicht an der Menge des Alkohols festmachen, die regelmäßig konsumiert wird. Für die Definition einer vorliegenden Alkoholsucht ist eher die Art und Weise des Trinkens maßgeblich. Als bedenklich gilt der tägliche Konsum von 20 g reinem Alkohol bei Frauen und 40 g bei Männern. Gelegentlicher Alkoholkonsum auf Feiern oder das tägliche “Feierabendbier” gelten aus gesellschaftlicher Sicht als normal. Der Griff zur Flasche in Konfliktsituationen, bei Langeweile oder unausgeglichenen Gemütszuständen ist hingegen äußerst bedenklich.
Die Vorstufe der Alkoholabhängigkeit ist der Alkoholmissbrauch. In diesem Stadium kann der Betreffende dem Missbrauch noch beenden, bevor er in die Abhängigkeit abrutscht. Dies kann ein schleichender Prozess über Jahre hinweg sein. Per Definition liegt eine Alkoholsucht vor, wenn der Betreffende keine Kontrolle mehr darüber hat, wann und wieviel er trinkt. Das Auftreten von Entzugssymptomen wie Händezittern, innere Unruhezustände, Herzrasen, Schlafstörungen, Angstzustände und Schweißausbrüche gelten als sichere Anzeichen für das Vorliegen einer Alkoholabhängigkeit. Der Alkoholiker verspürt einen starken Zwang zum Alkoholkonsum, um die Entzugssymptome zu lindern. Dabei steigt die Toleranzgrenze immer weiter nach oben. Das bedeutet, dass der Alkoholabhängige immer mehr Alkohol konsumieren muss, um die Entzugssymptome zu bekämpfen und die gleiche Wirkung zu erzielen.
Der Alkoholiker vernachlässigt dabei andere Interessen, die ihm früher wichtig waren. Auch das soziale Umfeld (Familie / Arbeitsplatz) wird zunehmend unwichtig. Familiäre Streitigkeiten durch Wesensveränderungen und psychische Probleme sowie Schwierigkeiten am Arbeitsplatz bis hin zur Kündigung sind vorprogrammiert. Das alleinige Augenmerk des Alkoholikers ist auf die Beschaffung des Alkohols und dessen Konsum ausgerichtet. Obwohl der Alkoholkranke sehr wohl die negativen Folgen seines Alkoholkonsums auf sein soziales Umfeld spürt, ist er allein nicht in der Lage, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung der Alkoholsucht ist die Einsichtigkeit des Alkoholkranken, dass eine Sucht vorliegt und die Bereitschaft, sich einer Behandlung zu unterziehen. Die Erfolgsquote einer erfolgreichen Therapie liegen bei 50-60%.