«

Feb 14

Abhilfe bei Pigmentflecken – wenn zu viel Melanin im Spiel ist

Die Bildung von Melanin ist eine natürliche Reaktion der Haut auf UV-Strahlen, also ein sinnvoller Eigenschutz. Erst, wenn sie übermäßig ausgeprägt ist, wirkt sie störend.

So entstehen Pigmentflecke

Jeder wünscht sich ein ebenmäßiges Hautbild. Die unerwünschten Pigmentflecke entstehen durch eine erhöhte Melanin Produktion in den Melanosomen der Haut. Melanozyten sind für die Pigmentierung der Hautzellen verantwortlich. Sie bilden 90 % der Oberhaut und werden regelmäßig als Hornhautschüppchen wieder abgestoßen. Wird das Melanin in zu hohem Umfang gebildet, entstehen die unerwünschten braunen Flecken.
Verschiedene Ursachen sind dafür verantwortlich. Es besteht zum Beispiel ein Zusammenhang zwischen Sonneneinstrahlung und weiblichen Geschlechtshormonen. Wenn sich Frauen der Sonne aussetzen, werden die Pigmente produzierenden Zellen zur Bildung von Melanin angeregt. Grund dafür sind die weiblichen Geschlechtshormone, die Östrogene. Ein erhöhtes Risiko für Pigmentflecke besteht auch bei Frauen, die die Antibabypille einnehmen oder sich in den Wechseljahren einer Hormonersatztherapie unterziehen.

Melasma und Chloasma

Handelt es sich um eine Pigmentstörung der Haut, wird von Melasma gesprochen. Das tritt vermehrt bei Frauen mittleren Alters an Stirn und Schläfen auf. Männer leiden deutlich seltener daran. Für dunkle Flecken im Gesicht ist auch die Bezeichnung Chloasma gebräuchlich. Beide Begriffe meinen jedoch etwas Anderes. Melasma bezeichnet Flecken durch Hormonveränderungen in der Schwangerschaft, Chloasma definiert viele Formen der Pigmentierung im Gesicht. Tritt eine verstärkte Pigmentierung an Wangen, Stirn, Oberlippe auf, sprechen Ärzte von Hyperpigmentierung.

Wie entstehen Melasmen?

Östrogene sowie intensive Sonneneinstrahlung bis zum Sonnenbrand können Melasmen auslösen. Treten sie in der Schwangerschaft auf, gehen sie nach der Entbindung fast immer vollständig zurück. Melasmen sind braun gefärbt, treten unregelmäßig, oft aber symmetrisch auf, schmerzen und jucken nicht und sind harmlos. Sind Pigmentflecken besonders in jüngeren Jahren stark ausgeprägt, können sie Frauen sehr belasten. Sie fühlen sich unattraktiv und die Psyche leidet.

Hilfe gegen Pigmentflecke

Laserbehandlungen und Medikamente, wie sie z.B. online bei Eucerin zu bekommen sind, können die Ausprägung von Pigmentflecken mildern oder reduzieren. Auch eine kosmetische Ultraschallbehandlung eignet sich zur Entfernung von Pigmentflecken. Einige Methoden, vor allem chemische, sind in ihrer Wirkungsweise umstritten.

  1. Sonne meiden ist der beste natürliche Schutz vor einer Überpigmentierung der Haut.
  2. Bleichmittel können Abhilfe schaffen, enthalten aber Substanzen, die den Organismus auf andere Art belasten können. Sanftere Produkte setzen In der Regel auf Säuren. Das sind zum Beispiel Trichloressigsäure, Glykolsäure, Azelainsäure, Ascorbinsäure, Niacinamid und Liquiritin.
  3. Auch Peeling Methoden bedienen sich unterschiedlicher Säuren. Fruchtsäure Peeling hat sich durchgesetzt und ist ein relativ mildes Peeling, dass die Haut insgesamt aufhellen kann. Die Haut muss 2-3 Wochen vorbehandelt werden, danach folgen mehrere Peelings. Bei der Behandlung soll jede Form von Sonneneinstrahlung vermieden werden. Der Erfolg ist je nach angewandter Methode unterschiedlich. Ein Peeling ist nur dann erfolgreich, wenn die Haut vorher und nachher mit Spezialcremes intensiv gepflegt wird.
  4. Laserbehandlungen sind unterschiedlich wirkungsvoll. Meist werden nur die oberflächlichen Pigmente angesprochen. Generell lassen sich Pigmentflecke weniger leicht aufhellen als beispielsweise Altersflecken.
  5. Auch die Ultraschallbehandlung lässt Unregelmäßigkeiten im Hautton verblassen. Hier ist die gute Pflege ebenso wichtig.